Änderungen im Regionalplan zum Thema Windenergie

24.04.2017

Windrad in Buttenwiesen. Foto: Markus Rauch / Stadtplanungsamt Augsburg

Der Atomunfall in Fukushima im März 2011 hat aufgezeigt, dass die Abkehr von der Atomenergie und der Ausbau erneuerbarer Energien wichtige Themen sind. Der Bau neuer Windkraftanlagen ist neben der Nutzung von Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse und Geothermie ein Baustein der Energiewende. Hierfür müssen jedoch erst genügend geeignete Flächen gefunden werden, wo zum einen genügend Wind weht, zum anderen aber auch genügend Abstand zur nächsten Wohnbebauung vorhanden ist. Die Ende 2014 geänderte Bayerische Bauordnung schreibt nämlich vor, dass Windkraftanlagen einen Mindestabstand vom 10-fachen ihrer Höhe zur Wohnbebauung haben müssen. Da moderne Windräder eine Höhe von 200 Metern aufweisen, bedeutet dies, dass sie nur im Abstand von mindestens zwei Kilometern zur nächsten Wohnbebauung verwirklicht werden dürfen.

Neuen Windräder sollen zudem in Windfarmen mit mehreren Anlagen entstehen, um einer sogenannten „Verspargelung” der Landschaft durch einzelne Windräder mit negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild entgegenzuwirken. Um hierfür die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, wird der Regionalplan der Region Augsburg nun im Teilkapitel „Nutzung der Windenergie” fortgeschrieben. Der Regionalplan möchte zukünftig einige Positivflächen (sogenannte Vorrang- und Vorbehaltsflächen), aber auch ein großes Ausschlussgebiet im Nördlinger Ries ausweisen.

Die Entwürfe der Planung liegen ab heute für zehn Wochen unter anderem bei der Stadt Augsburg öffentlich aus. Bürger und Behörden können dem Regionalen Planungsverband Augsburg in diesem Zeitraum noch etwaige Einwände gegen die Planung mitteilen. Einzelheiten hierzu können dem Amtsblatt der Stadt Augsburg vom 21. April 2017 entnommen werden.