Aktionen zum Tag der Städtebauförderung am Samstag

11.05.2017

An der Infobox am Hauptbahnhof starten zwei vom Stadtplanungsamt organisierte Spaziergänge. Foto: Manuela Wagner / Stadtplanungsamt Augsburg

Am Samstag, den 13. Mai 2017 findet der bundesweite Tag der Städtebauförderung statt. Aus diesem Anlass bietet das Stadtplanungsamt auch dieses Jahr wieder Besichtigungen und Führungen an. Im kürzlich fertiggestellten Zentraldepot der Stadtarchäologie und auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs informieren die Planer über aktuelle Projekte.

Zentraldepot der Stadtarchäologie: neue Räume für das kulturelle Erbe

Uhrzeit: 10:00 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde
Teilnehmerzahl:
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine Voranmeldung ist erforderlich (entweder per E-Mail an stadtplanung@augburg.de oder telefonisch unter 0821 -324 6501).
Treffpunkt:
Zentraldepot der Stadtarchäologie, Zur Kammgarnspinnerei 9

In den denkmalgeschützten Shedhallen der ehemaligen Kammgarnspinnerei wurde neben dem Textilmuseum und dem neuen Stadtarchiv auch das Zentraldepot der Stadtarchäologie eingerichtet. In den frisch sanierten Räumen des Industriedenkmals finden nicht nur die 23.000 Kisten mit Funden Platz, die bislang verstreut über das gesamte Stadtgebiet gelagert wurden. Zentrale Werkstätten und Büros, ein Schaudepot und eine Bibliothek bieten den Archäologen hervorragende Arbeitsbedingungen für die Erforschung und Vermittlung des reichen Erbes der Vergangenheit.

Im Rahmen einer 1-stündigen Führung kann das neue Zentraldepot besichtigt werden.

 Bahnhofsvorplatz Ost: Stadtraum und Mobilität für die Zukunft

Uhrzeit: 11:00 und 12:00 Uhr
Dauer: jeweils ca. 45 Minuten
Treffpunkt: Infobox vor dem Hauptbahnhof

Im Zusammenhang mit dem Umbau des Hauptbahnhofs wird sich auch das Gesicht des Bahnhofsumfelds grundlegend ändern. Am neuen Bahnhofsvorplatz werden alle Verkehrsmittel eng miteinander verknüpft. Gleichzeitig entsteht eine großzügige Platzfläche als Visitenkarte der Stadt und Anbindung an die City.

Bei einem Rundgang informieren wir Sie direkt vor Ort über die Pläne für den neuen Bahnhofsvorplatz, das geplante Regionalbusterminal auf dem Inneren Ladehof und die Aufwertung der Bahnhofstraße.

Hintergrund

Als Ort zum Wohnen und Arbeiten, als Standort für Handel und Gewerbe oder als Zentrum von Kultur und Freizeit unterliegt eine Großstadt wie Augsburg einem stetigen Wandel.

Die Städtebauförderung stellt ein wirksames Instrument zur Gestaltung dieser Veränderungen dar. Ihr integrierter Planungsansatz umfasst neben baulichen Maßnahmen auch ökologische, soziale und wirtschaftliche Projekte für ein Stadtquartier. Durch die finanzielle Unterstützung von Bund und Land können benachteiligte Stadtviertel aufgewertet, militärische oder industrielle Brachflächen entwickelt und die Innenstadt bzw. Stadtteilzentren gestärkt werden.

Mit Hilfe der Städtebauförderung konnten in Augsburg bereits viele herausragende Projekte realisiert werden. Neben der Altstadt, die vor dem Verfall gerettet wurde, profitierten hiervon insbesondere der Stadtteil Oberhausen, die Konversion der Sheridan- und Reese-Kaserne und der aktuelle Innenstadt-Umbau (Königsplatz, Fußgängerzone, Maximilianstraße, Elias-Holl-Platz, etc.).

Wichtige Projekte waren in den letzten Jahren u.a. die Sanierung der historischen Wassertürme und des Roten Tors, der Kulturspeicher auf dem AKS-Areal (Textilmuseum, Stadtarchiv, Stadtarchäologie) oder die Sanierung der Synagoge in Kriegshaber.

Die aktuellen Schwerpunkte der Städtebauförderung in Augsburg liegen neben der Innenstadt und dem Bahnhofsumfeld auf den ehemaligen Kasernenflächen im Augsburger Westen, im Textilviertel und in den Stadtteilzentren von Oberhausen, Hochzoll und Lechhausen.