Bebauungsplan „Beidseits der Zusamstraße” tritt heute in Kraft

22.02.2019

Aufgrund der drohenden massiven Zunahme an Prostitutionsgewerbe im Gebiet beidseits der Zusamstraße hat der Augsburger Stadtrat am 23. April 2015 die Aufstellung des bestandssichernden Bebauungsplanes Nr. 654 beschlossen. Dadurch sollte im vorliegenden, faktischen Gewerbegebiet eine Steuerung der städtebaulichen Entwicklung und Ordnung zur Sicherung und Stärkung der bestehenden „klassischen” Gewerbenutzungen erfolgen und ein weiterer Qualitätsverlust des Areals verhindert werden. Hierzu werden Bordelle, bordellartige Betriebe und sexbezogene Vergnügungsstätten ebenso wie die im Gewerbegebiet ausnahmsweise zulässigen Vergnügungsstätten ausgeschlossen, um das Entstehen eines Vergnügungsviertels zu verhindern und eine weitere Verdrängung klassischer Gewerbegebietsnutzungen zu unterbinden.
 
Nach dem aktuellen Einzelhandelsentwicklungskonzept für die Stadt Augsburg handelt es sich beim Plangebiet um keinen ausgewiesenen Einzelhandelsstandort. Im Bebauungsplan Nr. 654 wurden deshalb auch Festsetzungen zur Steuerung von Einzelhandelsnutzungen gemacht.
 
Der Bebauungsplan Nr. 654 „Beidseits der Zusamstraße” tritt heute mit seiner Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Augsburg in Kraft. Er kann ab sofort im Informationsbüro des Stadtplanungsamtes eingesehen werden.
 
Zur Sicherung der mit dem Bebauungsplan Nr. 654 beabsichtigten Planung wurde im Jahr 2015 eine Veränderungssperre erlassen und im Jahr 2017 erstmalig verlängert. Mit Inkrafttreten des Bebauungsplanes Nr. 654 wird diese Veränderungssperre gegenstandslos.