Keine weitere Verdrängung von klassischem Gewerbe „Auf dem Nol”

12.11.2018

Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 847 B. Grafik: Stadtplanungsamt Augsburg

Mit der Änderung des Bebauungsplanes Nr. 847 B, „Auf dem Nol”, sollen die Verdrängung klassischer Gewerbegebietsnutzungen wie produzierendes Gewerbe und Dienstleistungen im Gewerbegebiet Haunstetten unterbunden, der bereits eingetretene Trading-Down-Effekt gestoppt, eine massive Konzentration des Rotlichtmilieus mit Vergnügungsstätten im Gefolge eingedämmt und benachbarte sensible Nutzungen vor Beeinträchtigungen geschützt werden.

Hierzu werden Bordelle, bordellartige Betriebe und sexbezogene Vergnügungsstätten ebenso wie die im Gewerbegebiet ausnahmsweise zulässigen Vergnügungsstätten im gesamten Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 847 B ausgeschlossen, da zu befürchten ist, dass das „Prostitutionsgewerbe” expandiert und sich hierdurch eine weitere, bereits heute nicht mehr vertretbare Konzentration dieser Etablissements einstellt. Gleichzeitig soll den Vorgaben des fortgeschriebenen Einzelhandelsentwicklungskonzeptes der Stadt Augsburg entsprechend, eine Steuerung der Zulässigkeit von Einzelhandelsnutzungen im Plangebiet erfolgen.
Die städtebauliche Ordnung kann im vorliegenden Fall über eine Änderungssatzung mit den vorgenannten Festsetzungen erreicht werden. Darüber hinaus gelten im Änderungsbereich weiterhin die sonstigen Festsetzungen des qualifizierten Bebauungsplanes Nr. 847 B in Plan und Text, da diese auch künftig ihre Ordnungsfunktion erfüllen.

Der Entwurf zur Änderung des Bebauungsplanes mit Begründung liegt vom 12. November 2018 bis einschließlich 14. Dezember 2018 im Flur des Stadtplanungsamtes aus und kann dort eingesehen werden. Zudem kann er zeitgleich auf dem Stadtplanungsportal abgerufen werden. Einzelheiten hierzu und zur Möglichkeit zur Planung Stellung zu nehmen können dem Amtsblatt der Stadt Augsburg vom 2. November 2018 entnommen werden.