Stärkung des klassischen Gewerbes „Beidseits der Zusamstraße”

24.04.2015

Der Augsburger Stadtrat hat gestern beschlossen, für den Bereich „Beidseits der Zusamstraße” einen neuen Bebauungsplan mit der Nummer 654 aufzustellen.

Zielsetzung des Bebauungsplanes ist es - vorbehaltlich der Ergebnisse eines momentan in Ausarbeitung befindlichen Bordell-Strukturkonzepts für die Stadt Augsburg - festzusetzen, dass bei der Art der baulichen Nutzung Bordelle, bordellartige Betriebe, Wohnungsprostitution und sonstige sexbezogene Vergnügungsstätten sowie sonstige Vergnügungsstätten und Einzelhandelsnutzungen im Plangebiet künftig nicht zulässig sind.

Als Art der baulichen Nutzung soll ein Gewerbegebiet festgesetzt werden. Damit soll das „klassische” Gewerbegebiet mit produzierendem Gewerbe und Dienstleistungen gesichert werden.

Unter Beibehaltung des bestehenden gewerblichen Baurechts soll damit auf die Unverträglichkeit weiterer bordellartiger und ähnlicher Nutzungen in Bezug auf beispielsweise einer unverträglichen Häufung solcher Nutzungen, eines zu befürchtenden Trading-Down-Effektes, einer Unverträglichkeit mit benachbarten schützenswerten Nutzungen oder einer Sicherung von Gewerbegebieten für klassisches produzierendes und dienstleistendes Gewerbe gemäß der Vorgaben des Bordell-Strukturkonzepts reagiert werden.

Zur Sicherung der mit dem Bebauungsplan Nr. 654 „Beidseits der Zusamstraße” beabsichtigten Planung wurde für den künftigen Geltungsbereich des Bebauungsplanes gestern ebenfalls eine Veränderungssperre beschlossen. Sie tritt heute in Kraft und kann ab sofort im Informationsbüro des Stadtplanungsamtes eingesehen werden.

Weitere Einzelheiten sind dem Amtsblatt der Stadt Augsburg Nr. 17/2015 vom heutigen Tag zu entnehmen.