Solarkonzept

Die Stadt Augsburg ist 1998 dem Klima-Bündnis beigetreten und möchte ihre Aktivitäten im Klimaschutz weiter ausbauen. Einen Beitrag, insbesondere zum Ausbau der regenerativen Energien im Stadtgebiet, soll das am 24. Februar 2011 vom Stadtrat beschlossene Solarkonzept (SOKO) leisten. Es stellt einen Leitfaden für die Nutzung der Solarenergie im Stadtgebiet dar.

Die klimatischen Bedingungen sind in Augsburg mit einer mittleren jährlichen Sonnenscheindauer von ca. 1.750 Stunden für die Nutzung der Sonnenenergie gut.

Ziel des Konzepts ist es, die Solarnutzung (Photovoltaik und Solarthermie) im Stadtgebiet zu fördern und die Anlagen gleichzeitig städtebaulich verträglich im Stadtbild zu integrieren. Hierzu wird das Potential der Frei- und Bauflächen für die Solarnutzung insbesondere unter städtebaulichen, naturräumlichen und naturschutzfachlichen Gesichtspunkten bewertet. Die Eignung der Flächen wird in drei Kategorien (gut geeignet, bedingt geeignet, nicht geeignet für die Solarnutzung) unterschieden.

Der Schwerpunkt der Entwicklung der Solarnutzung liegt auf bereits bebauten bzw. versiegelten Flächen (Dachflächen, Parkplatzflächen, Flächen an Lärmschutzeinrichtungen). Daneben weist das Konzept zwei Standorte aus, die für Freiflächenanlagen geeignet sind. Eine Fläche liegt südlich des Verkehrsladeplatzes Augsburg und die zweite Fläche liegt südlich des Schwabhofs an der Meringer Straße.

Solardachflächenkataster

Als Fortentwicklung des Solarkonzepts wurde vom Geodatenamt in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt ein Solardachflächenkataster erarbeitet.

Für Gebäude im Augsburger Stadtgebiet wurden geeignete Dachflächen abhängig von der Dachneigung und Exposition ermittelt und grafisch dargestellt. Unterschieden wurde zwischen der Eignung für Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung und für thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung.

Das Solardachkataster dient als Erstinformation zur grundsätzlichen Eignung der im Stadtgebiet vorhandenen Dachflächen für die solare Nutzung und damit beispielsweise auch als „Türöffner” zur Motivation von Gebäudeeigentümern.