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AUGSBURG Innovationspark

Masterplan

Zur Sicherstellung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung ist vom Planungsbüro KCAP (Prof. Christiaanse) ein Masterplan für den AUGSBURG Innovationspark (damals noch unter der Bezeichnung Engineering Campus Augsburg) erarbeitet worden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Gewerbegebieten sollen die städtebauliche Gesamtanlage des Campus, der öffentliche Raum und die Architektur der einzelnen Gebäude eine gestalterische Qualität aufweisen, die der hochwertigen Nutzungsmischung entspricht.

Der Masterplan definiert daher klare Qualitätsvorgaben für die Umsetzung des Innovationsparks und knüpft dabei an die bereits vorhandenen Potentiale des Areals an. Gleichzeitig bietet er eine große Flexibilität, die es ermöglicht bei der abschnittsweisen Realisierung auf die unterschiedlichsten Anforderungen der Forschungseinrichtungen und Betriebe zu reagieren.

Städtebauliche Grundstruktur

Zur Gliederung des weitläufigen Areals und zur besseren Anbindung an die Umgebung nimmt der Masterplan die vorhandenen Achsen und Bezüge der Umgebung auf.

Ein zentraler Grünzug verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang der Hangkante der Hochterrasse und knüpft an den bestehenden Grünbereich des Universitätscampus an.

Drei Ost-West-Achsen, die an den zentralen Fußgängerbereich der Universität, die bestehende Wegeverbindung über die B 17 und den östlichen Abschnitt der Bgm.-Ulrich-Straße anknüpfen, gliedern die bebauten Bereiche beiderseits des Grünzuges.

Publikumsträchtige, empfindliche und eher kleinteilige Nutzungen werden an diesen Achsen oder entlang des Grünzuges und der Haupterschließung angeordnet. Belebte Erdgeschosszone der Gebäude und eine hochwertige Freiraumgestaltung sollen insbesondere in diesen Bereichen eine hohe Aufenthaltsqualität schaffen.

Größere Baukörper und weniger empfindliche Nutzungen wie z.B. Werkhallen können am westlichen Rand des Gebietes entlang der B 17 situiert werden.

Nutzungskonzept

Im Mittelpunkt des Nutzungskonzepts steht eine Mischung aus Forschung und Entwicklung, wissenschaftsnaher Dienstleistung und Nullserienproduktion. Da die zukünftigen Nutzer im Einzelnen noch nicht feststehen, können derzeit auch noch keine abschließenden Aussagen zur Größe der Grundstücke und Baukörper oder zum Mischungsverhältnis der einzelnen Nutzungen gemacht werden.

Dem Masterplan wird daher ein Modulsystem zugrunde gelegt, das flexibel auf den zukünftigen Bedarf reagieren kann. Ein Grundmodul, das aus dem Labor- und Institutsbau entwickelt wurde, kann bei Bedarf zu größeren Einheiten addiert werden.

Der Rahmenplan berücksichtigt auch Erweiterungsflächen für die Universität sowie Standorte für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Diese sollen an die bestehenden Einrichtungen der Universität angebunden werden und gleichzeitig die Nutzungsmischung des Innovationsparks ergänzen.

Spezielle Nutzungen wie z.B. ein Gründerzentrum, zentrale Dienstleistungseinrichtungen, eine Aula, Gastronomie, temporäres Wohnen, ein Hotel, zusätzliche Sporteinrichtungen, Kinderbetreuungseinrichtungen oder eine mögliche internationale Schule können von den Firmen und Instituten des Campus, der Universität, der Messe oder der Bevölkerung der angrenzenden Wohngebiete genutzt werden und tragen somit entscheidend zur Belebung des Areals bei.

Erschließung

Die Kfz-Erschließung des Geländes erfolgt über eine Straße in Nord-Süd-Richtung, die zwischen die Universitätsstraße und die Bgm.-Ulrich-Straße eingehängt wird. Die sekundäre Erschließung erfolgt durch Schleifen beiderseits dieser Straße.

Um die angestrebte, hochwertige Freiraumgestaltung nicht zu beeinträchtigen, sollen die erforderlichen Stellplätze entweder in Quartiersgaragen oder auf den Privatgrundstücken, dort jedoch nicht in der Erdgeschosszone, angeordnet werden.

Im Rahmenplan wird eine Trasse für die mittel- bis langfristig geplante Straßenbahnlinie nach Königsbrunn berücksichtigt. Hierdurch wäre nicht nur eine hervorragende ÖPNV-Erschließung des Innovationsparks gewährleistet, sondern auch eine verbesserte Andienung der Messe, der Universität und des Fußballstadions erreicht.

Ein feinmaschiges Netz von Fuß- und Radwegen soll den Innovationspark durchziehen und mit dem Umfeld verknüpfen.