Kriegshaber und das Gaswerk von oben. Foto: Hajo Dietz / Nürnberg Luftbild

Gaswerk

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept „Kriegshaber / Reese-Kaserne”

Das Gaswerkgelände befindet sich im Umgriff des Stadtumbaugebietes „Kriegshaber / Reese-Kaserne”. Leitfaden für die dort eingeleiteten Stadtumbaumaßnahmen ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) vom Juni 2014. Hier werden verschiedene städtebauliche Pilotprojekte zur Aufwertung des Stadtteils aufgeführt. Zu diesen Pilotprojekten zählt unter anderem das Gaswerk, das laut ISEK zu einem Ort für Kultur- und (Kreativ-) Wirtschaft entwickelt werden soll.

Neben der Anpassung der städtebaulichen Struktur, ist die Belebung und Wiedernutzbarmachung des Areals darin als Ziel genannt. Zudem wird die Schaffung neuer Freiräume für Freizeiterholung, Spiel, Sport und Kultur sowie eine Grünvernetzung angestrebt.

Folgende das Gaswerk betreffende Ziele sind im ISEK enthalten:

  • Industriedenkmal als Ensemble erhalten, Industriegeschichte erlebbar machen
  • Vollständiger Erhalt einiger Hallen mit historischer Ausstattung und Maschinen für Veranstaltungen
  • Umnutzung vorhandener Volumen durch selbständige Einbauten für kleinere Büros und Ateliers
  • Ersatzbauten (Abbruch wegen Bodenaustausch) mit hochwertigen Gewerberäumen
  • Modulare Bauten, auch temporär, für Ateliers mit besonderen Anforderungen an Schallschutz, Belichtung, Zugänglichkeit, Statik oder Größe gegebenenfalls auch für Gästeappartements, Wohnungen für Stipendiaten / Gastkünstler oder Studenten-Wohnen
  • Nutzung der notwendigen Schutzwand für ein Parkdeck und / oder weitere Ateliers
An der August-Wessels-Straße befindet sich das denkmalgeschützte Gaswerkareal.
Haupteinfahrt_03.jpg
Die momentan leer stehenden Gebäude sollen durch Künstler und Kreative wiederbelebt werden.
Behaelterturm_03.jpg

Folgende Maßnahmen sind darüber hinaus definiert:

  • Bauliche Sanierung
  • Schaffung differenzierter Raumangebote für viele Zielgruppen (Atelliers, Büros, Plug-In-Arbeitsplätze, Start-Ups)
  • Neue Zielgruppen gewinnen
  • Freiräume nutzen, Biotope erhalten (öffentliche Frei- und Grünflächen, interkulturelle Gärten)
  • Lernen von anderen Projekten in Leipzig, Amsterdam usw.