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Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes

Anlieger an Bahnstrecken sind oftmals lärmgeplagt. Seit 1999 gibt es daher ein freiwilliges Förderprogramm der Bundesregierung, mit welchem Schallschutzmaßnahmen an bestehenden Schienenwegen finanziert werden. Auch Augsburg kommt in den Genuss einer solchen Förderung. Bis zum Jahr 2021 sollen an insgesamt acht förderfähigen Abschnitten Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von mehr als sechs Kilometern Länge errichtet werden.

Dem gingen langjährige Abstimmungen und ein Plangenehmigungsverfahren voraus. Seit Dezember 2013 liegt jedoch das Baurecht für die Schallschutzwände im Augsburger Stadtgebiet vor und damit stand dem Bau der Wände nichts mehr entgegen.

Die Bauarbeiten für die Lärmschutzwände begannen mit einem offiziellen Spatenstich im Stadtteil Bärenkeller am 1. Juni 2015 und werden sich bis ins Jahr 2021 hinziehen. Grund für die lange Umsetzungszeit ist, dass die Bauarbeiten im Umfeld des Hauptbahnhofs mit den Arbeiten zur Verwirklichung des Projekts Mobilitätsdrehscheibe Augsburg Hauptbahnhof abgestimmt werden müssen und es deshalb zu Verzögerungen bei der Fertigstellung der Lärmschutzwände gekommen ist.

Unter welchen Umständen die Errichtung von Lärmschwänden sowie gegebenenfalls auch der Einbau von Lärmschutzfenstern und Wandlüftern gefördert werden, regelt eine Richtlinie. Entscheidend sind neben der Überschreitung von Lärmgrenzwerten, der Zeitpunkt an dem ein Gebäude errichtet wurde bzw. wann der Bebauungsplan, in dessen Geltungsbereich sich das Gebäude befindet, in Kraft getreten ist. Stichtag hierfür ist der 1. April 1974, an dem das Bundes-Immissionsschutzgesetz in Kraft getreten ist. Seit diesem Tag haben Kommunen und Baulastträger an bestehenden Bahntrassen für ausreichenden Lärmschutz zu sorgen. Daher fördert das Lärmsanierungsprogramm nur Wohngebäude, die vor diesem Stichtag errichtet wurden.

Gestaltung

Die Lärmschutzwände in Augsburg werden bis auf eine Ausnahme drei Meter hoch sein. Sie bestehen aus Aluminiumelementen, die auf der Gleisseite eine schallabsorbierende gelochte Struktur besitzen.

Die Stadt Augsburg hat sich nach Beratung im Baukunstbeirat für eine Farbgebung in abgestuften Grautönen entschieden.

Im Bereich von Brücken, Bahnsteigen, dem denkmalgeschützten Oberhauser Bahnhof und naher Wohnbebauung werden teilweise transparente Elemente eingesetzt.

DB-Konzernbevollmächtigter Klaus-Dieter Josel (3.v.r.) und lokale Politiker beim offiziellen Spatenstich.
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Diese neu errichtete Lärmschutzwand im Bärenkeller schützt Bürger vor Bahnlärm.
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