Laermsanierung_Wand_Header.jpg

Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes

Anlieger an Bahnstrecken sind oftmals lärmgeplagt. Seit 1999 gibt es daher ein freiwilliges Förderprogramm der Bundesregierung, mit welchem Schallschutzmaßnahmen an bestehenden Schienenwegen finanziert werden. Auch Augsburg kommt in den Genuss einer solchen Förderung. In den nächsten Jahren sollen an insgesamt acht förderfähigen Abschnitten Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von mehr als sechs Kilometern Länge errichtet werden.

Dem gingen langjährige Abstimmungen und ein Plangenehmigungsverfahren voraus. Seit Dezember 2013 liegt jedoch das Baurecht für die Schallschutzwände im Augsburger Stadtgebiet vor und damit steht dem Bau der Wände nichts mehr entgegen.

Unter welchen Umständen die Errichtung von Lärmschwänden sowie ggf. auch der Einbau von Lärmschutzfenstern und Wandlüftern gefördert werden, regelt eine Richtlinie. Entscheidend sind neben der Überschreitung von Lärmgrenzwerten, der Zeitpunkt an dem ein Gebäude errichtet wurde bzw. wann der Bebauungsplan, in dessen Geltungsbereich sich das Gebäude befindet, in Kraft getreten ist. Stichtag hierfür ist der 1. April 1974, an dem das Bundes-Immissionsschutzgesetz in Kraft getreten ist. Seit diesem Tag haben Kommunen und Baulastträger an bestehenden Bahntrassen für ausreichenden Lärmschutz zu sorgen. Daher fördert das Lärmsanierungsprogramm nur Wohngebäude, die vor diesem Stichtag errichtet wurden.

Gestaltung

Die Lärmschutzwände in Augsburg werden bis auf eine Ausnahme drei Meter hoch sein. Sie bestehen aus Aluminiumelementen, die auf der Gleisseite eine schallabsorbierende gelochte Struktur besitzen.

Die Stadt Augsburg hat sich nach Beratung im Baukunstbeirat für eine Farbgebung in abgestuften Grautönen entschieden.

Im Bereich von Brücken, Bahnsteigen, dem denkmalgeschützten Oberhauser Bahnhof und naher Wohnbebauung werden teilweise transparente Elemente eingesetzt.

Umsetzung

Begonnen wurde mit dem Bau von zwei Schallschutzwänden im Stadtteil Bärenkeller. Hierzu fand am 1. Juni 2015 der offizielle Spatenstich statt. Seit Sommer 2016 sind diese Wände fertiggestellt.

Auch die beiden Wände im Bereich der Hirblinger Straße wurden bereits in Teilen realisiert.

Mit dem Bau der Wände im Bereich der Grenzstraße, Dammstraße und der Haydnstraße in Oberhausen wurde im Juli 2017 begonnen. 2018 soll die Lärmschutzwand an der Johann-Rösle-Straße hergestellt werden.

Im Umfeld des Hauptbahnhofs müssen die Bauarbeiten für die Lärmschutzwände mit den Arbeiten zur Mobilitätsdrehscheibe Augsburg Hauptbahnhof abgestimmt werden. Deshalb hat sich der Zeitplan dort nach hinten verschoben.

DB-Konzernbevollmächtigter Klaus-Dieter Josel (3.v.r.) und lokale Politiker beim offiziellen Spatenstich.
Laermsanierung_Bahn_Spatenstich-02.jpg
Diese neu errichtete Lärmschutzwand im Bärenkeller schützt Bürger vor Bahnlärm.
Laermschutzwand_7.jpg