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Reese-Kaserne

Die Reese-Kaserne wurde nach dem 2. Weltkrieg aus drei Wehrmachtskasernen zusammengeführt und durch die amerikanischen Streitkräfte 50 Jahre lang genutzt. In den Jahren 1995 bis 1998 erfolgte eine schrittweise Rückgabe des ca. 42 ha großen Areals an die Bundesvermögensverwaltung. Damit wurde eine Zeitenwende für das ehemals militärisch genutzte Gebiet eingeleitet. In einem umfangreichen Planungsprozess mussten die Weichen für die Zukunft des Reese-Areals gestellt werden.

Von 1995 bis zum Jahr 2005 fand eine Zwischennutzung der Reese-Kaserne durch die Ansiedlung von gewerblichen Betrieben und Dienstleistungsbetrieben statt. Es entwickelte sich dort außerdem eine weit gefasste kulturelle Szene, der sogenannten „Kulturpark West”. Bis zum Jahr 2017 kann der „Kulturpark West” die bestehenden Gebäude an der Sommestraße nutzen. Danach soll er auf das Gelände des Gaskessels nach Oberhausen umziehen. Hierfür laufen bereits Planungen.

Im September 2006 konnte die Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung (AGS) als Treuhänderin der Stadt Augsburg die „Reese Kaserne” von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben kaufen. Das Areal wird im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme entwickelt.

Dauerhafte Nutzungen bestehen bereits für den Komplex der ehemaligen High-School nach Umbauten zum „Schwäbischen Förderzentrum für Hörgeschädigte”, für das alte Kasino an der Sommestraße durch das Kulturhaus Abraxas sowie für das frühere „Guesthouse” an der Reinöhlstraße, das von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (ehemals Bundesvermögensverwaltung) als Verwaltungsgebäude genutzt wird.

Im Südosten des Reeseparks, zwischen Somme- und Reinöhlstraße, nahm 2015 die Hermann-Schmid-Akademie in einem neu gebauten Gebäude den Schulbetrieb auf.

Aktuelle Entwicklungen

In den insgesamt 7 Hektar großen Neubaugebieten zwischen Reesepark, Langemarckstraße und dem Wohngebiet der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Augsburg (WBG) wurden mittlerweile alle geplanten Bauprojekte mit 85 Wohneinheiten in einer Einzel-, Reihen-, Stadthaus- und Doppelhausbebauung, sowie rund 375 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäuser weitestgehend fertiggestellt. Ende 2015 lebten hier bereits 850 Personen.

Erschließungsarbeiten wurden auf dem gesamten Areal fortgeführt. Die meisten Straßen im Gebiet sind mitlerweile fertiggestellt. Die Sommestraße wurde im südlichen Bereich bis zur Bürgermeister-Ackermann-Straße neu gebaut. Eine Anbindung der Reeseallee an die Bürgermeister-Ackermann-Straße im Süden kann allerdings erst bis Ende 2016 erfolgen.

Beim Bau des ca. 16 Hektar großen Reeseparks wurden große Fortschritte erzielt. Das etwa 700 Meter lange zentrale Wegeband mit eingebundenen Pflanzflächen bietet den Kriegshaber Bürgern großzügige Erholungsflächen. Der Bau eines Rodelhügels ist nahezu beendet und der Kinderspielplatz in der Nähe des Kulturhauses Abraxas wurde Ende Juli 2016 eröffnet.

Auf den Sonderbauflächen südlich der Ulmer Straße plant die WBG den Bau eines Nahversorgungszentrums sowie von geförderten Wohnungen. Hierzu ist der Bebauungsplan Nr. 228 B, „Reese-Kaserne, Teilbereich südlich der Ulmer Straße” in Aufstellung.